Los geht’s – Gärtnern ohne grünen Daumen

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Lesen im Garten – früh im Frühjahr …

Ich liebe Gärten. Ich sehe mir gerne Gartenzeitschriften an, habe einen kleinen, aber feinen Bestand an Gartenbüchern. Ich gehe regelmäßig in die Herrenhäuser Gärten – in den Berggarten, den Teil der Hannoverschen Vorzeigegärten, in dem die Pflanzen scheinbar natürlich wachsen dürfen und nicht von eifrigen Gärtnern in Reih und Glied gezwängt und zurückgestutzt werden, sobald nur ein einziges Blättchen oder Hälmchen über den imaginären Rand hinausragt. Sobald in der Region Gartenbesitzer ihre Gartenpforten für Besucher öffnen, schaue ich mich neidvoll und bewundernd in fremden Gärten um. „Will haben“, denke ich – und weiß, dass das zu den Wünschen gehört, die sich nie erfüllen werden. Denn was so aussieht, als wachse und gedeihe es einfach so, macht sehr viel Arbeit, allen Büchern über lazy gardening oder Gärtnern leicht gemacht zum Trotz.
Meine Begeisterung für Gartenarbeit ist leider bei weitem nicht so groß wie meine Begeisterung für schöne Gärten. Ich lese lieber im Garten oder über Gärten, als im Garten zu arbeiten. Und außerdem fehlt mir zum Gärtnern das Talent. Ich habe ein gutes Gedächtnis für Personen und Ereignisse: Ich kann noch immer Gedichte aufsagen, die ich vor fast einem halben Jahrhundert gelernt habe und – wenn ich tief genug in meinem Gedächtnis krame, kann ich sogar noch eine Maxima und Wendepunkte einer Kurve berechnen, was ich seit meinem Abitur vor fast 40 Jahren nicht mehr tun musste. Ich erinnere mich an alle möglichen Bücher, die ich gelesen, an Filme, die ich gesehen habe, und an Menschen, mit denen ich vor Jahren gesprochen habe – und ich schwöre, es waren viele. Aber wenn es um Pflanzen geht, versagt mein Gedächtnis völlig. Ich habe, befürchte ich, unzählige Pflanzen gesät und gesetzt, die ich dann spätestens im nächsten Jahr wieder herausgerissen habe, weil ich sie im pflanzlichen Kleinkindstadium nicht wiedererkannt und sie irrtümlich für Unkraut gehalten habe. nein, ich habe leider nicht den berühmten grünen Daumen.
Und doch starte ich einen neuen Versuch. Vor drei Wochen haben meine Tochter und ich an einem schönen Vorvorfrühlingswochenende angefangen, alte, aber munter expandierende Büsche, die den halben Garten unterwurzeln und sich überall ausbreiten herauszureißen. Die ersten neuen Sträucher haben wir auch schon gepflanzt. Alles Büsche, die, wenn sie einmal groß genug sind. Vögeln Nistmöglichkeiten und Nahrung bieten sollen. Apfelbeeren beispielsweise (kahl und Nero), rote Heckenberberitzen, Kornelkirschen, eingriffligen Weißdorn, eine Schlehe und zwei Heckenrosen. Jetzt hoffe ich, dass sie angehen und schnell groß und dicht werden. Ob’s klappt. Ich werde darüber in diesem Blog regelmäßig berichten.

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… und wenig später im blauen Kissen.

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