12 von 12: Mein 12. Juli

Wie schon in den letzten Monaten beteilige ich mich auch im Juli an Projekt 12 von 12, das von Chad Darnell gestartet und jetzt von Caroline vom Blog „Draußen nur Kännchen“ fortgeführt wird,  dokumentieren BloggerInnen mit 12 Fotos, was sie am 12. Tag des Monats erlebt haben.

Mein Tag begann früh, um null Uhr. Ich habe mir das Viertelfinale der Fußball-WM zwischen Norwegen und England im Fernsehen angeschaut. Ich habe der norwegischen Nationalmannschaft die Daumen gedrückt und gehofft, dass sie gewinnt. Leider vergeblich.

Seit einiger Zeit schreibe ich die Morgenseiten wieder mit der Hand. Nicht immer, aber immer öfter. Oft nutze ich mein iPad, das meine Handschrift in Maschinenschrift umwandelt. So kann ich das Geschriebene auf meinem Computer abspeichern.

Noch vor dem Frühstück bin ich mit dem Fahrrad zum Würmsee gefahren. Der ist, anders als sein Name vermuten lässt, kein richtiger See, sondern nur ein ganz flacher Teich. Im Sommer verlandet er oft, in manchen Jahren kann man ihn sogar trockenen Fußes durchqueren. In diesem Jahr zum Glück (noch) nicht.

Meinen Morgenkaffee habe ich auf einem Steg getrunken. Auch wenn der See nur noch wenig Wasser hat, reichte es für ein bisschen See-Feeling.

Einer meiner Lieblingsplätze ist die Bank mit den Tierfiguren. Reiher, Fuchs, Kröte und Co erinnern mich an die Geschichte der Tiere aus dem Talerwald. Meine Tochter hat die Bücher, Comics und Zeichentrickfilme geliebt, als sie klein war – jetzt schaut meine jüngste Enkelin sich die Filme und Hefte gerne an. Wenn ich auf der Bank sitze, denke ich oft über die Frage  nach, die auf der Lehne steht: Was brauchst du für dein Leben?

Die Steuererklärung bräuchte ich gewiss nicht, aber an ihr führt für Selbstständige wie mich kein Weg vorbei. In den letzten Wochen hatte ich die Belege zusammengetragen und geordnet, Ein- und Ausgaben berechnet. Heute haben wir die Daten ins Steuerprogramm eingetragen. Erkenntnis: Wenn frau sich mal aufrafft, ist es gar nicht so schlimm.

Wir lieben Heidelbeeren – und kaufen sie in der Saison bei einem Landwirt im Nachbarort. Die Felder wachsen direkt hinter dem Hof, sie sind also garantiert frisch, die Verkaufsstelle ist auch sonntags geöffnet. Wer will, kann die Früchte selbst pflücken. Doch das brauche ich nicht.

Himbeeren ernten wir in unserem eigenen Garten, unter anderem in dem kleinen Beet direkt neben der Terrasse.

Dort wachsen auch Minze und Zitronenmelisse, mit denen ich mein Wasser im Sommer gerne geschmacklich aufpeppe.

Der Ableger der Tellerpflanze musste endlich eingepflanzt werden, ihre große Schwester brauchte dringend mehr Erde. Heute habe ich beides erledigt.

Auf der Terrasse haben wir heute unsere neue Bank aufgestellt. Dort werde ich in den nächsten Wochen sicher oft sitzen, lesen oder schreiben.

Der Abend endet wie viele: Mit einem Eintrag in meinem Fünf-Jahres-Buch und mit Lesen, heute Tilman Jens‘ Buch „Demenz. Abschied von meinem Vater“.