Weihnachten ist vorbei, der Dezember und auch das Jahr gehen zu Ende: Zeit für den Monatsrückblog – diesmal früher als gewohnt, weil in den nächsten Tagen der Jahresrückblog 2025 folgen soll.
Husten, Schnupfen, Heiserkeit
Gefühlt endet der Dezember so, wie er begonnen hat: erkältet. Angefangen hat es Anfang Dezember mit leichtem Halskratzen, ohne Vorwarnung haben dann quasi über Nacht meine Stimmbänder ihren Dienst (vorübergehend) eingestellt. Drei Tage lang konnte ich gar nicht sprechen bzw. nur mühsam krächzen oder flüstern.
Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, nicht mehr auf gewohntem Weg kommunizieren zu können: Die Apothekerin verstand zum Glück auch ohne Worte. Sie gab mir die Medikamente, die ich brauchte, und zudem noch den guten Rat, möglichst wenig zu sprechen, um meine Stimmbänder zu schonen. Nach drei Tagen kehrte meine Stimme dann wieder zurück, auch wenn sie immer noch ein bisschen heiser klingt. Husten und Schnupfen sind geblieben, mal mehr und mal weniger stark. Und dummerweise habe ich zuerst meinen Mann und über Weihnachten dann noch meine Tochter angesteckt.
Weihnachtsmärkte und andere Aktivitäten
Natürlich hat meine Dauererkältung auch meine geplanten Aktivitäten beeinträchtigt. Ich bin im Dezember nur einmal gewandert, war nur einmal im Museum und nur einmal im Kino: Sowohl die Käte-Steinitz-Ausstellung im Sprengel Museum als auch Fatih Akins Film „Amrum“ sind wirklich sehenswert. Nach Jena fahre ich anders als geplant wohl erst im nächsten Jahr. Und auch die diesjährige Weihnachtsmarktbilanz fällt Jahr eher mager aus. Mein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Goslar war eher eine Stippvisite, da selbst mir, bekennender Weihnachtsmarktfan, das Gedränge zu groß war. Als ich es am 23. Dezember endlich schaffte, nach Hannover zu fahren, war der Weihnachtsmarkt in der Lister Meile bereits abgebaut. Ganz neu war auf meiner ewigen Weihnachtsmarkt-Liste in diesem Jahr nur der Weihnachtsmarkt am Niendorfer Markt in Hamburg. Und auch die Weihnachtsmärkte in Thönse und Großburgwedel waren für mich in diesem Jahr neu, weil sie früher an anderen Orten stattgefunden haben.
Weihnachtskonzerte in Hannover und Hamburg
Immerhin wurden aus zwei geplanten Konzerten im letzten Quartal des Jahres vier – auf die ersten beiden im Oktober und November folgten im Dezember zwei weitere. Im Sendesaal des NDR Funkhauses haben wir uns noch ein Weihnachtskonzert des Mädchenchors Hannover angehört – diesmal gemeinsam mit der NDR Radio Philharmonie. Mindestens ebenso gut gefallen hat mir das Weihnachtskonzert am Gymnasium Bondenwald. Meine älteste Enkeltochter spielt in Nachwuchs-Big-Band der Schule und hatte einen kurzen Soloauftritt – und ich finde es immer wieder beeindruckend, was die SchülerInnen auf die Bühne bringen.
Nachhaltige Adventskalender
Aus dem Vollen schöpfen konnte ich bei den Adventskalendern: Rund ein Dutzend hatte ich zu Beginn der Adventszeit abonniert, weil mich die Themen interessierten. Natürlich habe ich es nicht geschafft, alle Türchen pünktlich zu öffnen und die Inhalte anzuhören und/oder zu lesen. Doch ich habe mir viele nützliche Beiträge und Tipps heruntergeladen und abgespeichert. In den nächsten Wochen werde ich sie in aller Ruhe abarbeiten und zum Beispiel versuchen, Technik und Auffindbarkeit meines Blogs zu verbessern, mehr Ordnung in mein Leben und in unser Haus zu bringen, entspannter zu schreiben und öfter mal etwas Neues zu wagen. Herzlichen Dank auf diesem Weg allen für die Mühe und die tollen Inspirationen.

Sperr- und Rauhnächte
Aufräumen, Altes Loslassen und sich für Neues öffnen – darum geht es auch in den Sperr- und Rauhnächten. Die Rauhnächte kenne und praktiziere ich schon lange, von den Sperrnächten habe ich in diesem Jahr erstmals gehört – und bin den Anregungen und Impulsen von Denise Fritsch gerne gefolgt.
Die Sperr- und Rauhnächte stehen symbolisch für die zwölf Monate des Jahres, die Sperrnächte vom 8. bis 20. Dezember für die des zu Ende gehenden, die Rauhnächte vom 24 Dezember bis 6. Januar für die des kommenden Jahres. Seit jeher sind die Nächte und Tage zwischen den Jahren eine magische Zeit, eine Zeit des Rückzugs und der Einkehr. Wie viele andere nutze ich sie, um auf das alte Jahr zurückzublicken und Pläne für das neue zu schmieden.
Obwohl: Wenn das zu Ende gehende Jahr mich eins gelehrt hat, dann, dass Blaise Pascal recht hatte, als er schrieb: „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen.“ Denn mit meinen Plänen war es in diesem Jahr so eine Sache.
Vielleicht war es einfach keine gute Idee, im vergangenen Jahr das 13-Wünsche-Ritual neu zu interpretieren. Statt wie gewohnt in jeder Rauhnacht einen Zettel einem Wunsch ungelesen zu verbrennen und ihn so dem Universum anzuvertrauen, hatte ich auf den Zetteln die Namen der Monate notiert, für die sie bestimmt waren. Zu Beginn des jeweiligen Monats habe ich den Zettel dann gelesen und versucht, mich in diesem Monat auf diesen Wunsch oder dieses Ziel zu konzentrieren. Ein bisschen Eigeninitiative und Mitarbeit kann nicht schaden, dachte ich.
Aber gut gemeint ist ja bekanntlich nicht immer gut gemacht. Mein Plan hat nicht sonderlich gut funktioniert. So hatte ich für den Mai den Wunsch gezogen, gesund zu bleiben – ausgerechnet in dem Monat, in dem ich gestürzt bin und mir den Fuß gleich mehrfach gebrochen habe.

In diesem Jahr kehre ich also wieder zum gewohnten Ritual zurück: Ich ziehe jeden Abend einen Zettel aus meine 13-Wünsche-Box und übergebe ihn ungelesen dem Feuer und den höheren Mächten, statt ihnen ins Handwerk zu pfuschen. Sicher ist sicher.

























































































