12 von 12 im Juni

12 von 12 zum dritten, denn mir gefällt das Projekt, das von Chad Darnell gestartet und jetzt von Caroline vom Blog „Draußen nur Kännchen“ fortgeführt wird. Mit 12 Fotos wird der 12. des Monats dokumentiert.

Der Freitag der 12., nicht der 13., beginnt wie oft mit einem frisch gepressten Zitronensaft …

… und wie fast immer mit den Morgenseiten, die ich heute ausnahmsweise im Wintergarten schreibe. Und ja, ich schreibe sie, anders als von Julia Cameron empfohlen, mit dem Computer. Denn manchmal gehen meine Morgenseiten nahtlos in andere Texte über. Schreibe ich mit der Hand, gehen manche Ideen oder Textschnippel verloren, weil ich es oft nicht schaffe, sie in andere Dateien zu übertragen.

Ich liebe es, morgens barfuß durch den Garten zu gehen.

Jetzt, im Sommer, pflücke ich dabei Früchte für unser Müsli. Bislang nur Erdbeeren und Johannisbeeren, doch bald sind auch Himbeeren und Stachelbeeren reif.

Erdbeeren in ein Beet mit roten Rosen zu pflanzen, war vielleicht keine so gute Idee. Ich habe schon so manches Blütenblatt mit einer Erdbeere verwechselt.

Obwohl es schon Mitte Juni ist, ist es morgens noch recht frisch, wenn ich mit dem Rad zum Schwimmbad fahre. Das Wasser ist zum Glück wärmer als die Luft.

Für meine Tochter, die heute zu Besuch ist, brauchen wir eine Eintrittskarte. Die gibt es früh am Morgen nur am Automaten – und der akzeptiert kein Bargeld. Keine Ahnung, wer die saublöde Idee hatte, dass Einzel- und Zehnerkarten mit Karte bezahlt werden müssen, auch wenn die Schwimmbadkasse besetzt ist. Meine Dauerkarte konnte ich dagegen bar bezahlen. Was ist, wenn Kinder alleine ins Schwimmbad wollen. Geben die (Groß)eltern ihnen ihre Kreditkarten mit? Und wie verhindern man, dass die Karten geklaut werden?

Im Schwimmbad gibt es zwar Schränke, in denen Kleider und Wertsachen eingeschlossen werden können. Doch die Schlösser sind leicht zu knacken. Und Schilder weisen darauf hin, dass die Stadt keine Haftung für den Inhalt der Schränke übernimmt. So wälzt man Probleme auf die BürgerInnen ab. Herzlichen Dank, Frau Bürgermeisterin. Die Zeiten, in denen die Verwaltung bürgerfreundlich war, sind in Burgwedel wohl endgültig vorbei. Schade.

Wir wollten grillen – und lassen uns von ein bisschen Regen natürlich nicht abschrecken. Der Sonnenschirm wurde kurzerhand zum Regenschirm. Gegessen haben wir dann im Wintergarten. Da war’s trockner und wärmer als draußen.

Schaukeln geht immer, auch in einer kurzen Regenpause.

Was soll aus dieser Rose werden. Vor Jahren habe ich eine gefüllte, weiße Rose gepflanzt. Doch von ihr ist nichts mehr zu sehen. Ein Durchtrieb der Unterlage, d.h. eine Rosa canina, die zum Pfropfen der Edelsorte verwendet wurde, hat den Rosenstrauch inzwischen übernommen. „Radikal ausschneiden“, rät ein Freund meines Mannes, der es als Botaniker wissen muss. Aber eigentlich mag ich Hundsrosen, auch wenn diese leider nicht duftet. Sie darf zumindest vorerst weiterblühen.

Je älter ich werde, desto größer wird meine Sehnsucht nach Wasser. Weil es in Burgwedel selbst weder einen Fluss noch einen See gibt, begnüge ich mich meist mit einem Besuch am dem künstlichen Teich bei der Seniorenwohnanlage. Dort blühen jetzt ganz viele Seerosen.

Auf dem Rückweg gehe ich durch den Alten Park in Großburgwedel, der zurzeit von riesigen Insekten aus Kalkstein, Granit und Basaltlava bevölkert ist. Die Open-Air-Ausstellung des Bremer Künstlers Peer Steppe ist im Rahmen der „IntraRegionale 2026“, einem großen regionalen Kunstprojekt in der Region Hannover, noch bis Ende Juli zu sehen.

Der Tag klingt aus, wo er begonnen hat: im Wintergarten. In meinem Fünf-Jahres-Buch notiere ich an fast jedem Abend, was ich getan oder erlebt habe. Während ich schreibe, lese ich oft die Einträge  der vergangenen Jahre. „Some Lines a day“ helfen mir, mich an das zu erinnern, was war.

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